Das Ende einer Reichsstadt

Rückblick:
"Rothenburg 1802/03: Das Ende einer Reichsstadt"


Am 09. März 2003 endete die Ausstellung "Rothenburg 1802/03:
Das Ende einer Reichsstadt"
im Reichsstadtmuseum.

Hier nochmals ein kurzer thematischer Rückblick:

Mehr als ein halbes Jahrtausend lang war Rothenburg ob der Tauber Reichsstadt, unmittelbar Kaiser und Reich zugehörig und untertan. Die Inbesitznahme durch Bayern 1802 stellte deswegen eine gewichtige Zäsur dar, zumal mit dem Verlust der Eigenständigkeit einschneidende Konsequenzen verbunden waren. Rechts- und Besitzverhältnisse wurden tiefgreifend umgestaltet.

Ehrenpforte für den Besuch des bayerischen Königs Ludwig I. mit seiner Mutter Therese 1829; Aquarell des Rothenburger Zeichenlehrers Johann Baptist Zick.

Die Abtretung der Westhälfte des rothenburgischen Territoriums an Württemberg 1810 war wohl der Akt, der wirtschaftlich die härtesten Folgen für die Tauberstadt mit sich brachte. Maße, Gewichte, Währung, Recht, sogar die Uhreinteilung wurden in der bayerischen Zeit normiert und umgeändert, die gesamte gesellschaftliche und politische Struktur zerschlagen und neu geordnet.

Die 1812/13 abgerissene Dominikanerinnenkirche, 1746 von Johann Ludwig Schaefer in seiner Chronik gezeichnet.

Gebäude und Liegenschaften wurden versteigert und abgerissen; die Stadtstruktur leidet bis heute unter deren Verlust.

Aquarelle, Ölbilder, Pläne, Bilder, Münzen und vieles mehr dienten zur Dokumentation dieser schwer darstellbaren Ereignisse und finden sich im Katalog zur Ausstellung: 15,00 EUR, DIN A 5, Paperback mit Hochglanzpapier, 166 Seiten mit wissenschaftlich fundierten Texten, 140 Farbabbildungen mit einer Auswahl der Exponate.

Erhältlich an der Museumskasse oder per Bestellung gegen Rechnung per
E-Mail

Dr. Helmut Möhring

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